
Kurt Bouda / pixelio.de
oder: Welche Fehler kann man sich im Internet leisten, ohne dass einem die Meute an die Gurgel geht?
(Mal etwas krass formuliert – bewusst auch genau mit diesen Worten.)
Zuerst kostet es viel Zeit, sich im Internet bekannt zu machen. Website, Blog, Business-Netzwerke, Social-Media-Plattformen, Foren etc. Viel Mühe, viel Zeit und somit auch richtig Geld. Denn bekanntlich ist meine Zeit auch in Euro und Cent zu kalkulierbar. Das habe ich dann paar Monate oder sogar Jahre getan und mir ein echtes Netzwerk aufgebaut. Mein Name ist bekannt in der Szene und darüber hinaus.
Doch nun die Frage: Wie möchte ich gesehen werden und wie sehen mich die anderen?

Bildquelle: Focus
Am einfachsten ist es, Freunde (richtige oder auch bei Facebook) zu fragen, was sie für ein Bild von mir haben. Doch bitte nicht erschrecken! Es kann die Katze oder der Löwe sein oder vielleicht auch ein Schaf.
Mit bewusst eingesetzten Mitteln ist das Bild leicht zu korrigieren. Doch grundlegend zu ändern, ist es nur schwer. Sehr schwer. Oftmals findet sich das Beispiel, dass gerade junge Leute ihre Party-Absturz-Fotos ins Netz stellen. Was wundern sie sich dann irgendwann, wenn ihnen diese wieder unter die Nase gehalten werden.
Gesetz Nr.1: Was niemand irgendwann mal wieder sehen möchte, das gehört einfach nicht ins Netz. Punkt. Aus. Ende.
Genau da ist der Knackpunkt.
Ich kann mir noch so viel Mühe geben, nur den besten Eindruck zu vermitteln, mich als Experte oder Spezialist für XYZ darstellen und dies auch mit Beweisen unterfüttern, schlage ich über die Stränge mit z.B. schlechtem Support oder unflätigen Blogkommentaren, dann wird das zu finden sein. Und ich garantiere, irgendwer ist ihr Neider und er wird ES finden und verbreiten. Dann ist aus mit Saubermann oder Sauberfrau.
Dazu gesellen sich dann noch rein offline “Stimmen”. Ich kenne z.B. einen Coach, der kommt selbst immer zu spät. Ohne Internet wäre mir das “IMMER zu SPÄT” gar nicht so aufgefallen. Bei mir ist er ja nur einmal zu spät gekommen. Doch wenn eben bei Jedem das Einemal vorkommt, dann wird online ein IMMER daraus. Das geht bei Geldangelegenheiten noch schneller. Nur ein einziger geschmähter Kunde kann da viel Unheil anrichten.
Fehler passieren jedem. Doch erst, wenn viele Faktoren zusammen kommen, dann werden sie nicht mehr verziehen.
Wann haben Sie sich das letzte Mal selbst gegoogelt? Auch die Bilder.
Finden Sie etwas, was nicht zu Ihrem Bild passt, dann reagieren Sie sofort. Und ich meine SOFORT!
Was können Sie tun, falls üble Nachreden im Netz zu finden sind?
Zuerst Bilder:
Der Quelle folgen und entfernen. Fertig. Manchmal sind sie auch nur falsch getaggt.
Negative Textbeiträge aller Art:
Gibt zwei Möglichkeiten: 1. Die Seitenbetreiber um Löschung bitten. Ist oft schwer. 2. Setzen Sie sich an den Computer und schreiben Sie sich die Finger wund. Es geht darum, die nicht-ins-Bild-passenden Einträge bei Google nach hinten zu verbannen. Das gelingt mit Blogbeiträgen auf eigenen Blogs sehr gut. Verteilen Sie die Sachen dann auf allen Netzwerken (Blogs, Social Media), wo Sie sich bewegen UND auch auf denen, wo Ihr Profil nur still liegt. Eröffnen Sie noch ein paar Accounts, wo sie noch nicht vertreten sind. Legen Sie kostenlose Blogs an, wie bei wordpress.com. Um nur ein Beispiel direkt zu nennen.
Neue Dimensionen nehmen neuerdings Facebook-Fanpages ein. Manch ein verprellter Kunde hat dort eine Anti-Fanpage angelegt. Das ist … urrgggg … zum Haareraufen. Ich hoffe, das passiert Ihnen NIEMALS.
Bei FB gibt es Möglichkeit, die Seite zu MELDEN. Tun Sie es. Noch ein paar engste Freunde bitten, dies auch zu tun. Oft reicht das, damit FB die Seite sperrt. Doch nehmen Sie dies als Warnung. Andere werden Ihre Fehltritte auch bemerken. Setzen Sie alles daran, selbst besser zu werden, damit die Fehler nie wieder passieren.
Entschuldigen Sie sich! Sofort! Genau da, wo es angebracht ist, wo Sie Ihre “Fans” verkrault haben. Geben Sie Fehler zu und schwören Sie Besserung. HALTEN SIE SICH AUCH DARAN!!!
Ich hoffe, gerade die letzten Tipps braucht keiner meiner Leser wirklich. Wir sind alle lieb, freundlich, seriös, tun unseren Kunden nur Gutes, vergessen nie etwas, sind 24 Stunden im Einsatz für den Support …. Quatsch, wir sind, wie wir sind. Auch nur Menschen. Und Fehler passieren. Nur wer nichts tut, der macht keine.
Anmerkung am Schluss:
Notieren Sie, wie Sie gern gesehen werden möchten. Mit allen Kleinigkeiten. Malen Sie ein Bild von sich oder suchen Sie ein passendes im Internet und drucken Sie es sich aus. Aufhängen und dann genau so werden. Lernen Sie, was Ihnen noch fehlt. Gehen Sie zum Friseur. Werden Sie besser. Rückwärts geht’s ganz schnell.
Freue mich auf Ihre Meinungen dazu.